YylaitigDie vorliegende Chronik ist seit
der Gründung der Lälli-Clique der erste Versuch, unsere bewegte Vergangenheit
in Worte zu fassen. Die Verfasser sind sich dabei der Problematik einer
retrospektiven geschichtlichen Würdigung bewusst: Protokolle, Photographien,
mündliche Überlieferungen, ja sogar persönliche Erlebnisse lassen den
schmalen Grat zwischen Wahrheit und Interpretation nur unwesentlich breiter
werden. Gleiche Ereignisse werden von verschiedenen Personen verschieden
gewertet. Wir wollten keine
Chronik nach häufiger Gepflogenheit erstellen, die brav und chronologisch wiedergibt, was im Archiv vorhanden ist. Es lag uns vielmehr daran, möglichst
abwechslungsreich und kurzweilig zu berichten. Es durfte dies je nach Situation
ironisch, teilweise sogar herausfordernd geschehen, sollte den persönlichen
Stil des jeweiligen Verfassers des betreffenden Kapitels erkennen lassen,
gleichzeitig aber das Gesamtkonzept der Chronik respektieren. Es ist klar, dass
solche Desiderate nicht mit einer Vielzahl von Schreibern und Korrektoren
erfüllt werden können. Daher wurde diese Chronik in Eigenverantwortung von nur
zwei Personen - Hans Wullschleger und Erich Schwabe - geschrieben und von zwei
weiteren redigiert und rezensiert. Dass diese vier Personen drei Generationen
repräsentieren, war einem fruchtbaren Gedankenaustausch sehr förderlich. Um
die verschiedenartige Gewichtung von Ereignissen zu dokumentieren, haben wir die
Zeitspanne von 1930 bis 1950 je von beiden Chronisten gesondert bearbeiten
lassen. Gleichsam dienten in Baseldeutsch geschriebene Reminiszenzen und
Anekdoten sowie eingestreute Zeedelausschnitte und Abbildungen zur Auflockerung
des Textes. Noch fungierende Mitglieder erwähnten wir lediglich mit Namen, eine
Bewertung ihrer Leistungen sei späteren Chronisten vorbehalten. Wenn es uns gelungen
ist, die Geschichte der Lälli-Clique etwas zu erhellen und durch einzelne
Schilderungen den Leser zu heiteren Assoziationen anzuregen, so hat diese
Chronik ihren Sinn erfüllt.
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U. B. |
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